Bloß nichts wegwerfen: Wie Foodbloggerin Petra Hermann aus Resten kreative Leckereien zaubert.

Schmeckt doppelt gut. Wer hungrig einkauft, packt laut Studie deutlich mehr Lebensmittel als notwendig in seinen Warenkorb. Und am Ende landet im schlimmsten Fall ein Teil davon im Müll … „Stopp“, sagt Foodbloggerin und Autorin Petra Hermann (Foto) aus Weimar: „Das Beste sind die Reste“. Das ist nicht nur ihr Motto, sondern auch Titel eines Kochbuchs, erschienen im Eckhaus Verlag Weimar. Mit leckeren Ideen für all das, was eben noch so übrig geblieben ist in Vorratskammer oder Kühlschrank. Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ oder „From Nose to Tail“ (übersetzt „von Kopf bis Schwanz“, also alle essbaren Teile eines geschlachteten Tieres zu verwenden) sind nicht neu, stellt sie klar: „Wir haben sie bereits von unserer Großmutter gelernt, noch bevor sie erfunden wurden.“ Petra Hermann mag das (gute) Essen, hat für ihren Blog www.oberstrifftsahne.com in zehn Jahren mehr als 1000 Beiträge verfasst. Ins Restaurant gehen – oder lieber selbst etwas zubereiten? Schnelle Antwort: „Eindeutig selbst kochen!“ Reste jedenfalls würden bei ihr nie auf dem Kompost landen. Was daraus alles noch entstehen kann, zeigt „Das Beste sind die Reste“. Mit ihren persönlichen Lieblingsrezepten macht die Autorin jedenfalls richtig Appetit: Kartäuserklöße, Brotauflauf mit Sauerkraut, Brotsalat thüringisch oder Kartoffelpizza. Und auch die anderen der 50 Ideen vom Scheiterhaufen über den Grenadiermarsch bis zum Lumpensalat sind schnell gemacht und köstlich. Noch dazu schonen sie den Geldbeutel. Die Ideen findet Autorin Hermann „jeden Tag in meiner Küche“, wie sie sagt. Und manchmal auch in den Einkaufswagen anderer Kunden im Supermarkt.